3 Gründe warum der Mittelstand Nachhaltigkeit braucht

Nachhaltigkeit – kaum ein Begriff ist ausgelutschter und wird inflationärer behandelt als dieser. Es ist interessant zu beobachten, dass die großen Multinationals fast alle Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen – und das nicht erst seit gestern. Kleine und mittelständische Unternehmen machen 99% der Unternehmenslandschaft in Deutschland aus, sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wie sieht’s also bei den KMUs aus und warum brauchen sie eine Nachhaltigkeitsstrategie?

Quelle: IfM Bonn

 

1. Der Kampf um die Kunden
Produkte können wir heutzutage aus aller Welt beziehen – ob als Endverbraucher oder im B2B. Die Qualität ist durchaus schwankend. KMUs stehen in der Regel für regionale Herstellung, sie repräsentieren die hohe Qualität und Wertarbeit des „Made in Germany“. Eigentlich sind sie schon nachhaltig, reden aber nicht darüber. Es findet gerade ein Umdenken statt: immer mehr Kunden wünschen sich langlebige, hochwertige Produkte, die aber auch ökologischen und sozialen Standards entsprechen. KMUs sollten handeln, bevor sie diese wichtige Entwicklung „verschlafen“.

2. Das nackte Überleben
Zeigt ein Unternehmen auf, wie nachhaltig es wirtschaftet (zum Beispiel bei so wichtigen Themen wie Abfallvermeidung, Emissionen, Wasserverbrauch, Gleichstellung im Betrieb), bildet dies Vertrauen zu Kunden, Partnern und auch zur Kommune. Das sind ohnehin die großen Stärken der KMU. Damit sie noch lange bestehen und stabil durch den Sturm der Globalisierung segeln können, sollten sie sich nicht scheuen, ihre ökologische und soziale Performance zu verlautbaren. Entweder in einem dezidierten CSR- oder Nachhaltigkeitsbericht. Oder einfach in einem starken und prägnanten Nachhaltigkeits-Policy-Statement auf ihrer Website. Nur wer die Dinge anders macht und Mut hat zum Umdenken, kann auf lange Sicht bestehen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Trigema, ein deutscher Mittelständler, der bis heute Textilien in Deutschland herstellt und einen Teil seiner Produktlinie sogar auf das Cradle-to-Cradle Modell umgestellt hat.

3. Das liebe Geld regiert die Welt
Die Zeiten des Greenwashing sind so gut wie vorbei. Einfach nur den alten Produkten einen grünen Farbanstrich zu geben um sie attraktiver zu machen, reicht nicht mehr aus. Auch nicht, um Investoren und Banken anzuziehen: Stichwort „ESG Investment“. Schon mal davon gehört? Die Kriterien „Environmental, Social and Governance“ bezeichnen Investitionskriterien und bewerten, wie bei Unternehmensentscheidungen ökologische und gesellschaftlich-soziale Aspekte bei der Unternehmensführung berücksichtigt werden. Und das nicht in Form von wohlklingenden Marketing-Botschaften sondern basierend auf harten Zahlen, Daten und Fakten. Diese Aspekte werden auch immer mehr bei Firmenanalysen von Finanzdienstleistern berücksichtigt. Das verantwortliche Investieren gewinnt langsam aber stetig an Bedeutung. KMUs sollten hier rechtzeitig vorsorgen und die Daten sammeln, aufbereiten und publizieren.

Klingt interessant? Schreiben Sie mir einfach eine Nachricht, ich gebe Ihnen gerne eine kostenlose Erstberatung zu diesem Thema!

Herzlichst,

Yuki Hayashi

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